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Der Ausbruch des trojanischen Krieges (Fotos dazu) Eine Vorgeschichte zu den "Troerinnen" In uralten Zeiten wohnten auf der Insel Samothrake im ägäischen Meer die beiden Brüder Iason und Dardanos, zwei Söhne des Zeus. Dardanos verließ nach dem Tod seines Bruders Reich und Heimat und ging auf das asiatische Festland, um sich dort niederzulassen, an die Küste Mysiens, wo sich die Flüsse Simois und Skamander vereinigen, gleich hinter dem hohen Idagebirge. Ihm folgten in der Herrschaft sein Sohn Erichthonios und sein Enkel Tros, nach welchem die Landschaft nun Troas und der Hauptort Troja benannt wurden. Tros Sohn Ilos gewann in Kampfspielen u.a. eine buntgefleckte Kuh. Einem Orakelspruch zufolge sollte er dort eine Burg errichten, wo diese Kuh sich niederlegen würde. Dies geschah in Troja und so baute er die feste Burg auf einem der Hügel. Man nannte diese Festung bald Troja, bald Ilion, bald Pergamos. Ilos bat seinen Ahnherrn Zeus um seinen göttlichen Segen. Am folgenden Tag fand er vor seinem Zelt ein Bildnis der Göttin Pallas Athene. Stadt und Burg standen somit unter dem Schutz der Götter. Die Götter Apollon und Poseidon befanden sich zu dieser Zeit auf der Erde und bekamen von Zeus den Befehl, beim Bau der Burgmauern zu helfen. Als sie aber ihren Lohn forderten, wurden sie von Ilos Sohn, Laomedon, fortgejagt. Daraufhin kehrten sich Apollon, Poseidon und mit ihnen Athene und auch Hera von dieser Stadt ab. Nach weiteren Generationen folgte Priamos in der Regierung. Er vermählte sich in zweiter Ehe mit Hekuba (Hekabe); ihr erster Sohn war Hector. Als die Geburt ihres zweiten Kindes bevorstand, hatte Hekuba einen Traum. Ihr war, als gebäre sie einen Fackelbrand, der die ganze Stadt Troja in Flammen setzte und zu Asche verbrenne. Ein Wahrsager deutete dies als schlechtes Zeichen, so dass dieser Junge nach der Geburt ausgesetzt wurde. Ein Sklave fand das Kind nach 5 Tagen lebendig vor. Es wuchs unter Hirten auf, die den Knaben Paris nannten. Als Paris zu einem jungen Mann herangewachsen war, zeigten sich ihm eines Tages drei Göttinnen, die durch Hermes angekündigt wurden. Hera, Pallas Athene und Aphrodite verlangten von Paris, zu entscheiden, wer die Schönste von ihnen sei. Sie boten ihm Königreiche und andere Schätze. Aber Paris entschied sich letztendlich für Aphrodite, die Göttin der Liebe, die ihm versprochen hatte, die schönste Frau der Erde in seine Arme zu führen. Einige Zeit später lockten Spiele des König Priamos Paris in die Stadt Troja. Paris siegte in den Kampfspielen und Kassandra erkannte dabei ihren verlorenen Bruder wieder. Er wurde von seinen Eltern voll Freude wieder in die Familie aufgenommen. Priamos Schwester, Hesione, war in jungen Jahren von den Griechen entführt worden. Alle bisherigen Fahrten, sie zurückzuholen, waren gescheitert. Doch mit dem dritten Schiff wollte Paris dem Wunsch seines Vater folgen und Hesione zurückbringen. Mit ihm fuhren äneas, Deiphobos und Hektor. So gelangte Paris nach Sparta, wo er die Gemahlin des reisenden Menelaos, die schöne Helena, kennenlernte. Beide vergaßen ihre Verpflichtungen und Paris entführte Helena mit ihrem Einverständnis nach Troja. Somit erfüllte sich Aphrodites Versprechen. Menelaos und sein Bruder Agamemnon waren entsetzt über diese Tat. Einst hatten sich nahezu alle griechischen Fürsten um die Gunst der schönen Helena beworben. Vor der Vermählung hatten sie sich dann verpflichtet, den zukünftigen Ehemann in Streitfällen zu unterstützen. So riefen Menelaos und Agamemnon nun alle Könige und Fürsten zusammen, um sich zu rächen; auch Odysseus und Achilles schlossen sich ihnen an. Während sich die Flotte vorbereite, erregte Agamemnon auf einer Jagd den ärger der Göttin Artemis. Er konnte mit seinen Schiffen nicht auslaufen, bevor er der Göttin ein Opfer gebracht hatte. Sie forderte den Tod seiner Tochter Iphigenie, dem Agamemnon nach langem Zögern nachgab. So begann er seine Reise nach Troja mit einem Blutopfer, dass ihm seine Gattin Klytemnestra nie verzeihen würde. unterdessen kehrte Paris ohne die Schwester des Priamos, aber mit Helena, nach Troja zurück. Priamos sah die ungebetene Schwiegertochter nicht mit Freuden in den Palast einziehen, aber ihre Schönheit verzauberte jeden Mann in Troja. Einige Zeit später landeten die Griechen vor den Toren der Festung und schlugen am ufer des Meeres ihr Lager auf. Die Heerführer beider verfeindeten Lager lieferten sich blutige Kämpfe und versuchten sich gegenseitig zu überlisten. Die Amazonen unter Führung von Penthesilea hatten sich König Priamos angeschlossen. Ziel der Griechen war es, die Mauern der trojanischen Festung niederzureißen und die Stadt zu erobern, doch die von Göttern erbaute Festung hielt stand. Auf beiden Seiten kam es zu großen Verlusten, auch in den Reihen der Heerführer, die jeweils mit einem großen Fest, begleitet von einem Waffenstillstand, beerdigt wurden. So dauerte dieser Krieg über 10 Jahre lang an. Lange hatten die Griechen erfolglos um Tore und Mauern von Troja gekämpft, und der versuchte Sturm war auf allen Seiten abgeschlagen worden. Da verkündete ihnen ein Orakelspruch, dass sie mit einer List die Mauern der Festung niederreißen könnten. Der Seher Kalchas verkündete den Griechen: "Lasst uns ein riesengroßes Pferd aus Holz zimmern, in dessen Bauch sich die edelsten Griechenhelden einschließen lassen. Die übrigen Scharen sollen sich mit den Schiffen zurückziehen. Lasst nur einen Mann zurück. Dieser soll den Trojanern verkünden, dass die Griechen den Krieg aufgegeben haben." So geschah es. Die Trojaner jubelten über ihren vermeintlichen Sieg und zogen das Pferd in die Burg hinein, um zu feiern. In der folgenden Nacht befreiten sich die Griechen aus dem hölzernen Bauch des Pferdes und eroberten das schlafende Troja. Die Häuser wurden angezündet, alle Krieger getötet, selbst die Kinder. Troja stand in Flammen. Zurück blieben die Frauen um Hekuba und Andromache mit ihrem einzigen noch lebenden Sohn, ohne Heimat, ohne Familien, ohne Zukunft. Ausgeliefert den Eroberern, die sie als Sklavinnen und Nebenfrauen auf ihren Schiffen nach Griechenland mitnehmen wollten . . . |
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Der Autor Euripides wurde als Sohn eines Gutsbesitzers ca. 484 v. Chr. in Salamis geboren. Er lebte zurückgezogen als Schriftsteller und Gelehrter. Die Forschung registriert 88 Dramen, von denen 18 erhalten sind. 408 v. Chr. ging Euripides an den Hof des kunstsinnigen Tyrannen Archelaos, wo er 406 v. Chr. starb. Euripides befremdete seine Zuschauer, stieß sie gewiss auch vor den Kopf, denn er sagte ihnen krasser, erbarmungsloser und vernichtender als seine Vorgänger, die Wahrheit. Schicht um Schicht deckte er das Verhalten der Menschen auf, entlarvte sie in den in ihnen angelegten Möglichkeiten. In seinem Streben nach unbedingter Wahrheit zeigte Euripides die wahren Triebfedern der Großen, also hinter dem schönen Schein von Größe, Heldentum und Ruhm steht. |