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Das Stück (Fotos dazu) The Beggar´s Opera wurde 1728 im Lincolns Inn Fields Theatre, einem nicht sehr angesehenen Londoner Haus, als völlig neuartige Oper uraufgeführt. Singend animiert Münzmatthias, als Chef der Räuberbande, seine Gauner zu einem nächtlichen Beutezug. Doch kann man das "Singen" nennen in einer Zeit, in der die italienische Oper London beherrscht, sizilianische Kastraten und florentinische Primadonnen mit glockenhellen Tönen das Publikum in Verzückung versetzen? Was soll da ein lautstarker Schauspieler, der die Töne nur andeutungsweise trifft. Jedenfalls bringen die Klosterspieler das Stück mit Schwung und Liebe zum Detail auf die Bühne unter freiem Himmel im Wirtschaftshof der Abtei, und das alte Gemäuer darf seinen Teil zum Erfolg beitragen. Schauspieler also in einer Oper, keine Sänger! Und die stellen zu allem überfluss Personen dar, die eigentlich auf der Bühne nichts zu suchen haben. Keine Respekt einflößenden Gestalten, wie sie in den italienischen Opern auftreten. Die Lieder sind zu allem überfluss auch noch gestohlen. Gay und Pepusch "entlehnten" ungeniert musikalische Ideen aus Volksliedern, populären Balladen, ländlichen Tänzen und Liedern der Händelschen Opern. Das Publikum amüsierte sich glänzend bei dieser zynischen Geschichte über Bettler und Räuber, über Zuhälter und Huren. Es strömte ins Vorstadttheater und Händels Operhaus mit seinen italienischen Stars stand leer und musste schließen. "Die ganze Gesellschaft lebt nicht in Moral, sondern von Moral". Die älteste "Antioper" der Theatergeschichte hat viele Nachdichtungen und Bearbeitungen erfahren, eine der berühmtesten ist "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill. |
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Der Autor John Gay (1685 - 1732 ) verlor schon früh seine Eltern und wuchs bei seinem Onkel, Reverent John Hammer auf. Nach der Grammar School begann er eine Lehre im Seidenhandel. Er fand Zugang zu Londons literarischem Zirkel und arbeitete als Verwalter im Haushalt der Duchess of Monmouth und als Sekretär bei Lord Clarendon, einem Abgeordneten der Torys.
1714 schrieb er eine Sammlung von sechs Pastoralen (Schäfergedichten). Später folgten Gedichte, Fabeln und
erfolgreiche Komödien. Zusammen mit Jonathan Swift und Alexander Pope bildete er die als "Scribblerians" bekannte
Gruppe von Tory-Satirikern.
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Der Komponist
John Christopher Pepusch (1667 - 1752) wurde in Berlin geboren, lebte seit 1698 in den Niederlanden und ging
1700 nach London, um dort Musik für mehrere Maskenspiele zu schreiben, sowie Motetten, Oden, Violinkonzerte und
Kammermusik zu komponieren.
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Die Schokolade im 18. Jahrhundert Um 1750 war Schokolade das Getränk der Könige. Es hatte höheres Prestige, als Wein, Likör, Kaffee und Tee. Das lag nicht nur am Preis, der weit über dem anderer Getränke lag, es war auch das Renommé, des anregenden, nicht berauschenden Getränkes. Im Gegensatz zum ebenfalls anregenden Tee bzw. Kaffee, war die Schokolade jedoch kein Kopfgetränk sondern ein Körpergetränk, kein Kopfgetränk wie jene. Folgerichtig setzte sich auch der Kakao, die Trinkschokolade, in den sinnenfreudigen südlichen Ländern durch, während Kaffee, und ganz besonders Tee, den Norden eroberten. |