Die bittren Tränen der Petra von Kant

von Rainer Werner Fassbinder

Das Stück   (Fotos dazu)

Ein Frauenschicksal: Besitzgier und Eifersucht, Unterdrückung und Abhängigkeit.

Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant lebt zusammen mit ihrer stummen Sekretärin Marlene. Sie verliebt sich in die junge Karin Thimm und verspricht ihr eine Karriere als Mannequin. Petra von Kant, die ihren ersten Mann durch einen Unfall verloren hat und von ihrem zweiten Mann geschieden ist, gerät in einen Aufruhr der Gefühle.

Aber Karin ist clever, nutzt die ihr angebotenen Möglichkeiten und nimmt sich viele Freiheiten. Als ihr Mann aus dem Ausland zurückkehrt, verlässt sie Petra. Das abrupte Ende ihres Glücks stürzt Petra in Verzweiflung. Nur langsam beginnt sie zu verstehen, dass sie Karin nicht wirklich geliebt hat, sondern sie besitzen wollte. Voller Hoffnung bietet sie Ihrer Sekretärin Marlene ein neues, gemeinsames Leben an…

Zitate  

"Wen du begreifst, den musst du nicht bedauern."
"Der Mensch ist so gemacht, dass er den anderen Menschen braucht. Doch er hat nicht gelernt, wie man zusammen ist."

 

 

Rainer Werner Fassbinder

Der Autor

Rainer Werner Fassbinder wurde am 31.05.1945 in Bad Wörishofen als Sohn eines Arztes und einer Dolmetscherin geboren und nach der Scheidung der Eltern von seiner Mutter erzogen. Kurz vor dem Abitur brach er die Schule ab, lebte bei seinem Vater in Köln und verdiente seinen Lebensunterhalt durch Gelegenheitsarbeiten.

Von 1963-1966 nahm er Schauspielunterricht am Fridl Leonhard Studio in München und engagierte sich in verschiedenen Theatergruppen in München, bis er 1968 mit Peer Raben, Hanna Schygulla und Kurt Raab sein eigenes "Antitheater" gründete und dafür Bühnenstücke schrieb.

1969 drehte er seine ersten beiden Filme: "Liebe ist kälter als der Tod" und "Katzelmacher". Fernsehgeschichte schrieb er mit seiner 14-teiligen Verfilmung des Romans "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin. Weitere bekannte Verfilmungen sind: "Angst essen Seele auf", "Die Ehe der Maria Braun" und "Lili Marleen".

Am 10.06.1982 starb er in seiner Münchner Wohnung - vermutlich auf Grund von Kokain und Schlaftabletten.

In der kurzen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, inszenierte er 45 Filme, schrieb ebenso viele Drehbücher, spielte in 40 Filmen mit, produzierte 5 Filme, stand bei 2 Filmen selbst hinter der Kamera und war bei 15 Filmen für den Schnitt verantwortlich

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