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Der eingebildete Kranke

von Moliere

Das Stück   (Fotos dazu)

Der Hypochonder Argon lebt in ständiger Angst vor Krankheiten und dem Tod. Deshalb umgibt er sich mit Ärzten und Apothekern, die ihn in seinem Wahn bestärken, weil sie gut an der Medizin und den Behandlungen verdienen. Selbst wenn er deren Motive durchschaut, kann er sich nicht gegen überflüssige Behandlungen und überteuerte Rechnungen wehren. Er ist von ihnen abhängig.

Das wirkt sich auch auf die Familie aus. Wer seine Krankheit anerkennt und bedauert ist willkommen. Wer ihn zu überzeugen versucht, er sei gesund, ist gegen ihn. So zieht er seine falsche, erbschleicherische, zweite Frau Béline seiner ehrlichen Tochter Angélique vor. Diese soll ihm seinen größten Wunsch erfüllen: einen Arzt als Ehemann ins Haus bringen - und den hat Argon schon ausgesucht.

Angélique liebt jedoch einen anderen. Béralde, Argons Bruder, unternimmt gemeinsam mit dem gewitzten Hausmädchen Toinette mehrere Versuche, Argon die Augen zu öffnen; alle vergeblich.

Erst ein letztes Experiment löst wenigstens einige Verwicklungen. Indem Argon sich tot stellt, erkennt er, wer ihn wahrhaft liebt - und Angélique darf ihren Cléante heiraten. Argons Zustand allerdings ändert sich nicht: Er bleibt ein Hypochonder und will schließlich selbst Arzt werden.

Moliere

Der Autor

Der eingebildete Kranke (Le malade imaginaire), ist eines der berühmtesten Theaterstücke und gleichzeitig auch das letzte Werk von Molière. Das Stück wurde am 10. Februar 1673 uraufgeführt.

Die Rolle des Titelhelden spielte der Dichter selbst. Doch bei der vierten Vorstellung am 17. Februar 1673, erlitt er einen Blutsturz und starb wenige Stunden darauf noch in seinem Kostüm.

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