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Das Stück (Fotos dazu)
Der Jedermann, das Stück mit dem Untertitel "Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes", steht ganz in der Tradition des
mittelalterlichen, geistlichen Mysterienspiels, mit seinem wesentlichen Thema der Abwendung von trügerischen irdischen Verlockungen und
dem Erlangen des ewigen Heils allein durch einen starken Glauben und frommen Lebenswandel. So soll der Betrachter erkennen:
Bewusst entschied sich Hofmannsthal für eine leicht holprige Reimform in altertümlicher, dem Mittelhochdeutschen nachempfundener Sprache. Ein Anliegen war ihm dabei, die Gegenwart in der Vergangenheit sichtbar werden zu lassen.
Wir Klosterspieler wiederum erkennen in seinem Stück Elemente des ersten "Klosterspiels von Brauweiler", das 1993 unter Beteiligung vieler
Pulheimer Bürger und Gruppen im Marienhof der Abtei aufgeführt wurde: das vergebliche Betteln der Armen bei den Reichen und Maßlosen, ein
ausschweifendes Festmahl mit Musik und Tanz und der Kampf zwischen dem Teufel und den himmlischen Mächten.
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Der Autor
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) studierte zunächst auf Wunsch des Vaters Jura, wechselte jedoch bald zum Studium der französischen Philologie,
worin er auch promovierte. 1901 bewarb er sich für eine Professur in Wien, entschied sich dann aber für ein Leben als freier Schriftsteller.
Er schrieb Gedichte, Prosa und Dramen, sowie Libretti für die Opern von Richard Strauss, mit dem er, ebenso wie mit Rainer Maria Rilke,
eng befreundet war.
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