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Equus

von Peter Shaffer

Das Stück  

Alan, ein scheinbar normaler, introvertierter Junge, gerät auf seiner Suche nach körperlicher und seelischer Befriedigung nicht auf die bekannten Abwege mit Alkohol, Drogen oder Gewalt, sondern erschafft sich eine ganz individuelle mystische Gottheit.

In seinem Stück benutzt Shaffer den psychoanalytischen Ansatz lediglich als Kulisse. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen dem 'zivilisierten' Dr. Dysart und dem 'primitiven' Alan. Shaffer konstatiert den spirituellen Bankrott unserer Gesellschaft.

Als Dr. Dysart seinen Patienten dazu benutzt, sich selbst zu therapieren, erreicht Shaffers subtile Dramatik ihren Höhepunkt.

Peter Shaffer

Der Autor

Peter Levin Shaffer wurde 1926 in Liverpool geboren. Er arbeitete während des Zweiten Weltkriegs im Kohlebergwerk, danach studierte er Geschichte am Trinity College, Cambridge 1947-50. Nach einer Anstellung bei der New York Public Library und dem Musikverlag Boosey & Hawks, war er als Literatur- und Musikkritiker bei verschiedenen Zeitungen tätig.

Er gilt als einer der bedeutendsten britischen Theaterautoren und als einer der wenigen, die sowohl bei Kritikern als auch Zuschauern größere Erfolge verbuchen konnten. Während seines Erstlings FIVE FINGER EXPERCISE (1958), ein Drama über eine wohlhabende Mittelstandsfamilie, von der Kritik zum Besten Stück des Jahres gekürt wurde, ist er spätestens seit dem Welterfolg von AMADEUS (Uraufführung 1979 in London, 1984 von M. Foreman verfilmt) dem breiten Publikum ein Begriff.
Seine stilistische Bandbreite ist mehr als beachtlich:
Vom leichtgewichtigen, gesellschaftskritischen Einakter (dt: HÖREN SIE ZU/GEBEN SIE ACHT!,1962) über die moderne Farce (dt: KOMÖDIE IM DUNKELN) bis zum episch-dramatischen Gesamtkunstwerk von Text, Musik, Pantomime und Ritual (THE ROYAL HUNT OF THE SUN, 1964) über die Eroberung des Inkareiches durch Pizarro, reicht seine szenische Phantasie.
Die Uraufführung von EQUUS in London 1973 wurde als sensationeller Triumph gefeiert, ebenso 1975 in New York. 1977 wurde es mit Richard Burton als Dr. Dysart verfilmt.

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